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Drohnen erfreuen sich seit einigen Jahren einer immer grösseren Beliebtheit. Im Zusammenhang mit dieser Freizeitbeschäftigung wurde mehrfach die Frage gestellt, wie der Park den Schutz empfindlicher Arten garantiert. Aus diesem Grund wurde ein Merkblatt mit den existierenden rechtlichen Grundlagen verfasst und der Park hat Anwendungsempfehlungen herausgegeben, um Drohnenbesitzer für die Auswirkungen von Drohnen auf die Fauna zu sensibilisieren.

 

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Drohnen kommen immer häufiger zur Anwendung, zum Beispiel für Luftaufnahmen oder ganz einfach als Modellfluggeräte. Die Verwendung von Drohnen ist in der Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien vom 24. November 1994 geregelt. Für bestimmte Gebiete, beispielsweise die eidgenössischen Jagdbanngebiete, gelten spezielle Regelungen. Die Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete vom 30. September 1991 verbietet den Betrieb von Drohnen in diesen Gebieten.  

Das Flugverbot in Jagdbanngebieten hat zum Ziel, Wildtiere vor Drohnen als Störfaktoren zu schützen. Die meisten Tiere sehen in Drohnen ein Raubtier. Bei der Flucht können Tiere wie Steinböcke oder Gämsen über Felswände stürzen und sich dabei schwer verletzen.

Allgemein wird empfohlen, nur dort zu fliegen, wo kein Tier in Sicht ist und nie mit der Drohne auf ein Tier zuzusteuern. Falls sich ein Tier nähert oder angreift, muss der Flug sofort abgebrochen werden. Um die Tiere nicht zu stören, sollten Sie mit der Drohne Distanz zu Felswänden, Hecken und Schilfflächen halten. Während der Brutzeit könnten einige Vögel bei einer Störung nämlich die Nester verlassen.

Das Merkblatt zum Umgang mit Drohnen soll die bereits existierenden, zum Beispiel zu Skitouren oder Luftsport, ergänzen. Das Merkblatt (Link) greift die verschiedenen existierenden rechtlichen Grundlagen auf und enthält auch eine Karte, in der die Zonen, in denen das Fliegen mit Drohnen im Park verboten ist, vermerkt sind.